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Kreativität und Intelligenz

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7. Zusammenhang zwischen Kreativität und Intelligenz

In einer Untersuchung von Getzels & Jackson (1962) unter N = 499 Schülern mit einem IQ nicht unter 132 (SD = 15) korrelierten die Kreativitätstests untereinander in ungefähr derselben Höhe wie mit dem IQ (ca. r = .27 bzw. .30).

Im deutschsprachigen Bereich ergaben sich Intelligenz/Kreativitäts- Korrelationen von r = .48 und r = .44 in den Untersuchungen von Grote & Hajek (1969) bzw. Krause (1972).

Wallach & Kogan (1965) untersuchten den Aspekt der Vorgabebedingung "ohne Zeitbegrenzung" und kamen zu den Ergebnissen, die in folgender Übersicht dargestellt sind:
Mittlere Interkorrelationen innerhalb und zwischen den Verfahren zur Erfassung von Kreativität und Intelligenz
  Gesamt
(N = 151)
männlich
(N = 70)
weiblich
(N = 81)
zwischen Kreativitätstests
(n = 45)
.41 .34 .50
zwischen Kreativitäts- und Intelligenztests
(n = 100)
.09 .05 .13

Ein Replikationsversuch der Wallach & Kogan - Untersuchung verlief - durchgeführt von Nijsse (1975) - negativ; die Zeitbegrenzung wirkte sich hier lediglich auf die (dann niedrigeren) Mittelwerte und Varianzen aus. .

Guilford (1967) kommt aus seinen Untersuchungen zu folgendem Fazit:

Mit diesem Ergebnis wird ein Schwellenmodell unterstellt, demzufolge hohe Intelligenz zwar nicht gleichbedeutend mit entsprechender Kreativität ist, hohe Kreativität aber eine überdurchschnittliche Intelligenz unabdingbar voraussetzt. In den Untersuchungen von Yasomoto (1965) zeigte sich ein ähnliches Ergebnis ab, das besagte, daß mit wachsendem IQ die Korrelation mit Kreativität abnahm.

Zusammenfassend könnte man sagen: In Wirklichkeit gibt es keine deutliche Kreativität ohne einen hohen IQ von mindestens 120; über 120 aber nimmt die Korrelation zwischen Kreativität und IQ stark ab.

Jäger (1967) verglich 63 Kreativitätstests. Er kam dadurch zu vier hochgradig generelle, durch ihre operative Eigenart gekennzeichnete Leistungsklassen:

  • Bearbeitungsgeschwindigkeit (B)
  • Gedächtnis (G)
  • Einfallsreichtum/Kreativität (E)
  • Verarbeitungskapazität (K)
Neben den Operationsklassen B, G, und K von denen insbesondere K in der Tradition der psychometrischen Intelligenzforschung als Prototyp eines Intelligenzfaktors gilt, findet sich ein ebenso genereller Kreativitätsfaktor (E). Damit stellt sich Kreativität als eine Grunddimension intellektuellen Verhaltens dar.

1981 zeigten Jäger & Hörmann, daß sich "derselbe Satz von Leistungsvariablen sowohl durch vier Grunddimensionen der Intelligenz (G, E, B, K) als auch durch "g" (die Allgemeine Intelligenz) beschreiben läßt."

Eine ähnliche Untersuchung führte König 1981 durch. Er fand in seiner Analyse ebenfalls die Variablen Gedächtnis, Verarbeitungskapazität und Bearbeitungsgeschwindigkeit sowie eine generelle, reliable und reproduzierbare Dimension "Einfallsreichtum", die sich in einer weiteren Analyse in speziellere Untergruppen gliederte. Wurden die kreativen und intelligenten Leistungen hingegen im Kontext von Motivations-, Temperaments., Interessen- und Selbsteinschätzungsmerkmalen analysiert, bildeten Kreativität und Inteligenz eine als "allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit" beschreibbare Einheit.

Königs (1981, 1982) Ergebnisse zeigten, daß es eine Frage des Generalitätsniveaus ist, ob sich divergente und konvergente Leistungen entweder zu unterscheidbaren Leistungsklassen gruppieren oder ob divergent und konvergente Leistungen im System der Gesamtpersönlichkeit ein komplexes Konstrukt allgemeiner intellektueller Leistungsfähigkeit bilden. .

 


  
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